Physio Daniela Künze

Therapie für Schwangere, Becken und Beckenboden

Beckenboden - Warum es sinnvoll ist, sich nicht nur als Schwangere oder Mama damit zu befassen


Der Beckenboden ist eine Muskelgruppe im unteren Becken, die aus drei verschiedenen Muskelschichten besteht und mehrere Aufgaben hat:

  • Stützfunktion für die Organe des kleinen Beckens
  • Entspannungsfähigkeit bei der Entleerung von Blase und Darm und der bei der Geburt
  • Koordination mit andern Muskeln der Rücken/Becken/Hüftregion
  • Stabilisierung der Körpermitte, unser "Energiezentrum"


Ist der Beckenboden nicht kräftig genug, fehlt es ihm an Elastizität um mit dem Atem schwingen zu können oder ist er hyperton (zu viel Spannung), kann er seine Aufgaben nicht oder nur ungenügend erfüllen und es kann zu Problemen kommen.

Diese Probleme des Beckenbodens können sich äußern als

  • Harn- oder Stuhlinkontinenz
  • Senkung von Blase oder Gebärmutter
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen im Beckenbereich oder unteren Rücken
  • häufigen Harnwegsinfekten

Vor allem von Inkotinenzbeschwerden ist fast jede vierte(!) Frau betroffen, egal ob Mutter oder nicht. Das ist nicht normal und muss nicht stillschweigend hingenommen werden! Für einen Start ist es nie zu spät.

Warum ist es jedoch bereits sinnvoll, sich vor oder während der Schwangerschaft mit dem Beckenboden zu beschäftigen? Die Schwangerschaft ist eine große Belastungsprobe für den Beckenboden und je besser die Wahrnehmung und muskuläre Ansteuerung schon vor der Geburt ist, umso leichter fällt es, den Zugang zum Beckenboden nach der Entbindung wiederzufinden. Ebenso können Inkontinenz und Senkungsproblematiken vorgebeugt werden.

Und was hat der Beckenboden mit Sportlern zu tun? Da der Beckenboden neben der Bauch - und Rückenmuskulatur und dem Zwerchfell zu den Stabilisatoren des Rumpfes oder des "Core" zählt, ist hier auch gerade im Sportbereich eine sehr gute Stabilität/Kraft/Ansteuerungsfähigkeit vonnöten, um den teilweise großen einwirkenden Kräften auf den Rumpf ein Widerlager zu geben und ein Drücken der Organe nach unten abzufedern. Man denke vor allem an sogenannte high impact Sportarten mit vielen Sprüngen (Volleyball, Leichtathletik) und Abstopp Bewegungen (Basketball, Tennis), Gewichtheben und Turnen.